STOP BULLYING NOW! 361° Respekt


Mein Name? Fabian. 19 Jahre alt. In der Volksschule hat alles begonnen. Egal was ich hatte, es war nie das “coolste”! Meine neue Schultasche… hässlich Mein neues Federpennal… unpraktisch Meine Stifte… nicht so “cool” Der neueste Film, den ich gesehen hatte… total langweilig obwohl ich hörte wie sie in den Pausen darüber redeten wie genial er war. Nach 4 Jahren Ausgrenzung ging ich ins Gymnasium. Dort spitzte sich die Lage zu! Verbale Beleidigungen, Scherze auf meine Kosten, Schläge standen auf der Tagesordnung. Sobald ich mich in der Pause auf den Tisch legte, war es nur eine Frage der Zeit, bis ich ein Buch, ein Federpennal oder einen Schuh über den Kopf gezogen bekam. Ich verlor das Vertrauen in jeden… Ich wusste, egal was ich sage, jemand wird es gegen mich verwenden. Egal was ich mache, ich werde dafür bezahlen. Aber kein Schlag, keine Prügelei, kein Buch auf dem Kopf, kein Geodreieck im Arm, tut so weh, wie eine gehässige Bemerkung. der seelische Schmerz ist tausendmal schlimmer. Meine Eltern erkannten den Ernst der Lage und leiteten einen Schulwechsel in die Wege. Als ich in meiner neuen Klasse war, befand ich mich in einer völlig neuen Situation. Jemand interessierte sich für mich. Jemand wollte auf einmal wissen, wer ich bin, was ich kann, was ich gerne mache. Und das eigenartigste: jemand anders war das Opfer. nicht ich. Das zu sehen tat so gut. Nicht ich wurde beleidigt, sondern jemand anders. Und ich fand Gefallen daran, mitzumachen… dazuzugehören… ich brachte dieselben miesen Sprüche, wie sie zuvor mir galten. Immer stillschweigend von meiner Vergangenheit, hoffend, nicht wieder das Opfer zu werden. Aber es dauerte nicht lange, bis ich merkte, wie dreckig es dem anderen ging. Ich sah mich selbst in ihm. Und er tat mir leid! Immer öfter fing ich an ihn zu verteidigen, dazwischen zugehen wenn er Schläge kassierte. Auch wenn ich wieder einstecken musste, aber ich wusste wie es einem dabei geht und ich sah in seinen Augen, wie dankbar er war, auch wenn er mir nicht vertraute. Auch ich lernte erst nach 2 Jahren, wieder zu vertrauen. Aber ich kann wieder vertrauen. Ich vertraue mittlerweile grundsätzlich JEDEM! Und noch etwas war neu. Ich verliebte mich. Und das beste daran; Wir waren 3 Jahre beste Freunde und sind seit nun 3 Jahren ein Paar. Das gab mir unfassbar viel Kraft. Aber sie war nicht die einzige, die mir half. Meine neuen Freunde, besonders meine Eltern und meine Familie unterstützten mich sehr! Das wichtigste ist: Hilfe suchen! Ich weiß, das ist leichter gesagt als getan, aber auf jeden Fall notwendig! Wirst du von Mitschülern gemobbt, sollte dein erster Ansprechpartner deine Eltern, deine Lehrer oder der Direktor sein. Genauso am Arbeitsplatz, wenn einen Mitarbeiter nicht angemessen behandeln. Dem Chef bescheid sagen! Doch was, wenn genau diese Vorgesetzten die Täter sind? Wende dich an Beratungsstellen! Es gibt endlos viele Hotlines, wo man mit Menschen reden kann, welchen man mit Sicherheit vertrauen kann. Und wenn das alles nichts hilft, es zu gewalttätige Formen annimmt, verständige die Polizei!. Wichtig ist: Gib niemals auf! Alles geht vorbei! Egal wie schlecht es um einen steht, es wird besser! Die Schulzeit ist begrenzt, notfalls kann man wie ich die Schule wechseln. Genauso kann man das Arbeitsumfeld ändern. Schau immer nach vorne! Lass dich nicht unterkriegen! Du bist wie du bist und das ist gut so! Denn DU bist wertvoll!